Freiheit

Du machst dich auf den Weg…
vielleicht weißt du eigentlich garnicht wohin und weshalb…
aber etwas zieht dich…

Ich möchte dir eine Wegbegleiterin sein, wenn du beginnst die Vergangenheit loszulassen und mutig in die ungewisse Zukunft aufbrichst.
Eine Expedition.

Und du wirst sehen, es ist eine Reise, die dich nicht weg führt!
Sie bringt dich immer näher zu dir.
Ein Paradoxon.
Und sie wird dich lehren, was Freiheit ist.

Ich möchte ein paar Fragen und Gedanken zur Freiheit mit dir teilen:

Kann ich als Mensch jemals frei sein?
Mit diesem Körper, der mich einschränkt, mit den Gedanken, die mich so oft beherrschen, mit den Gefühlen, denen ich nicht aus kann? Wie kann ich frei sein, wenn ich doch Beziehungen habe, in dieser Umwelt lebe, mit diesen Systemen zu tun habe?

Der Weg in die Freiheit ist die Bewusstwerdung, dass ich mich bisher mit all dem identifiziere.

Dann bin ich nicht mehr mein Körper, dann habe ich zwar vielleicht Schmerzen, aber ich leide nicht darunter. Ich kann mit dem was ist spielen. Ich kann mit meinem Körper spielen.
Der Körper kann mir dienen durch dieses Leben zu gehen, mich auszudrücken. Und ich kann gut für meinen Körper sorgen. Mal braucht er Bewegung, mal Ruhe. Ich folge dem lebendigen Pulsieren und versorge ihn, wenn er aus dem Gleichgewicht kommt mit guter Schwingung (Nahrung, Klang, Licht, Berührung,…).

Wenn ich mich nicht mehr mit meinen Gedanken identifiziere, beharre ich nicht auf längst Gedachtes. Ich verwende meinen Verstand, denn er kann sehr hilfreich sein, wenn ich z.B. Einkaufslisten schreibe. Wenn er selbständig losrennen möchte, kann ich ihm Aufträge geben, worauf er sich konzentrieren soll.

Ohne Identifikation werde ich nicht mehr bestimmt von meinen Gefühlen. Die momentanen „echten“ Gefühle bringen mir die nötige Kraft, meinen Bedürfnissen näher zu kommen, so dass es mir gut geht. Ich erkenne die Gefühle als Wellen des Lebens, die kommen und gehen. In diesen Wellen kann ich mich auch spielerisch bewegen.

Überall, wo etwas weh tut, wo mir etwas Probleme macht, wo ich mich beschränkt fühle, wo ich mich als Opfer von irgendwelchen Bedingungen sehe,
überall dort bin ich nicht frei.

Freiheit gibt es nur dort, wo ich mir nicht mehr glaube, wo ich nicht mehr werte und ablehne, wo ich endlich loslasse…

Langsam entwickelt sich das Vertrauen, dass ich die alten vermeindlichen Sicherheitsnetze gar nicht mehr brauche. Ich beginne das Leben zu wagen.
Ich kann mich wandeln, verändern, freudig mit dem Fluss des Lebens fließen; kann staunend glücklich sein, kann meinem Herzen, meinem Seelenauftrag folgen; kann mein Potenzial, mein Wesen, ausdrücken. Kindlich spielend.
Die Verbundenheit mit mir und mit dem großen Ganzen geben mir Vertrauen und zeigen mir den Weg.